Rechtsanwälte und Mediationsausbildung

Grundkenntnisse der Mediation sind für Sie als Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen heute unerlässlich. Nicht unbedingt, um selbst Mediationen durchzuführen, sondern auch, um in geeigneten Fällen im Interesse Ihrer Mandanten mit versierten, vertrauenswürdigen Mediatoren zu kooperieren.

Am 21. Juli 2012 wurde das Gesetz zur Förderung der Mediation und anderer Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung, kurz MediationsG, erlassen. Es enthält Legaldefinitionen für die Mediation und den Mediator und regelt unter § 5 MediationsG die Aus- und Fortbildung des zertifizierten Mediators. Nur Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die entsprechend § 5 MediationsG ausgebildet sind, können sich gemäß § 7a BORA bei der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer als „Mediator“ listen lassen.

Und die Zivilprozessordnung postuliert in § 253 ZPO, der die Erfordernisse an die Inhalte der Klageschrift formuliert, die Anforderung, dass die Klageschrift ferner enthalten soll: „die Angabe, ob der Klageerhebung der Versuch einer Mediation oder eines anderen Verfahrens der außergerichtlichen Konfliktbeilegung vorausgegangen ist, sowie eine Äußerung dazu, ob einem solchen Verfahren Gründe entgegenstehen …“ . Aber nur, wer die Mediation als Verfahren kennt und versteht, kann sie dem Mandanten empfehlen.

Mediation als Mehrwert

Die anwaltliche Dienstleistung erfährt durch das zusätzliche Angebot der Mediation an die Mandantschaft einen spürbaren Mehrwert. Es bedeutet einen Perspektivwechsel: statt nur ein bester Streithelfer zu sein, können Sie auch der beste Konfliktmanager für Ihre Mandantschaft werden.

Die Mediationsausbildung erweitert den juristischen Horizont und vermittelt Ihnen zusätzliches, neues kommunikatives Handwerkszeug, das Sie in der Rechtsanwaltspraxis sinnvoll und auch gewinnbringend einsetzen können. Der Titel als „zertifizierter Mediator“ ist der Nachweis einer Zusatzqualifikation, die einen Wettbewerbsvorteil schafft. Denn inzwischen orientieren sich Mandanten bei der Anwaltssuche zunehmend auch daran, ob eine Mediationsausbildung absolviert wurde. Wenn auf Ihrem Briefkopf neben Ihrer Fachanwalts-Kompetenz der Titel „Mediator“ steht, so ist das eine zusätzliche Attraktion für den modernen Mandanten.

Eine Mediationsausbildung „Basiswissen der Mediation“, den Erfordernissen des § 5 MediationsG entsprechend, biete ich Ihnen inhouse in Ihrer Kanzlei unter Berücksichtigung Ihrer zeitlichen Möglichkeiten und zu mit Ihnen individuell abgesprochenen Terminen an, als Einzel-Ausbildung oder in Kleingruppen.

Und besonders attraktiv und motivierend ist ein Ausbildungsmodul in der Sommersaison auf der griechischen Ägäisinsel Samos. Informieren Sie sich über aktuelle Angebote.